Wieso habe ich eine schlechte Bonität?

Die Bonitätsauskunft ist für viele finanzielle Geschäfte im Alltag unerlässlich – sei es ein Kredit für ein neues Auto oder der Abschluss eines Mietvertrags. Eine schlechte Bonität kann gravierende Folgen haben – so kann es mit einem niedrigen Score schon schwierig werden, einen Handyvertrag abzuschließen. Die Aufnahme von größeren Krediten wird beinahe schon unmöglich.
In diesem Artikel zeigen wir euch auf, was die Ursachen für eine schlechte Bonität sind und wie sich ein niedriger Score und die damit einhergehenden Probleme vermeiden lassen.

Diese Faktoren spielen eine wichtige Rolle bei der Berechnung des Scores

Ihr fragt euch sicherlich, welche Faktoren genau die Grundlage für die Bewertung eurer Bonität sind. Wir schaffen nun Klarheit.

Die Adresse als Ursache für einen niedrigen Score

Leider kann sich bereits die Meldeanschrift negativ auf euren Score auswirken – unabhängig davon, wie euer persönliches Zahlungsverhalten in der Vergangenheit war. Das ist für viele Menschen eine ärgerliche Tatsache – leider aber kaum zu ändern. Die verschiedenen Bonitätsbewerter, wie beispielsweise die Schufa, berufen sich hierbei auf Statistiken und Eintragungen in öffentlichen Registern. Wer in einem so genannten sozialen Brennpunkt wohnt, hat meist automatisch einen niedrigeren Score als Personen,die in einem anderen Teil der Stadt wohnen.

Es liegen Anfragen von Gläubigern vor

Ein weiterer wichtiger Faktor, der den Bonitätsscore negativ beeinflusst, sind Anfragen die durch Gläubiger gestellt wurden.
Wenn zum Beispiel ein Inkassounternehmen eine Meldung an die Schufa gemacht hat (dies geschieht in der Regel wenn die Schulden bei einem Inkassounternehmen längrefristig nicht beglichen werden), erfolgt ein negativer Eintrag in die Datenbank der Schufa. Dieser Eintrag wirkt sich dann äußerst negativ auf den Score aus und senkt die Kreditwürdigkeit der betreffenden Person rapide.
Aus diesem Grund solltet ihr es unbedingt vermeiden einen Eintrag in das Register der Schufa zu erhalten.

Die persönlichen Daten

Natürlich wirken sich auch persönliche Faktoren auf die Kreditwürdigkeit aus. So können zum Beispiel das Alter, das bisherige Zahlungsverhalten, das Umzugsverhalten und das Bestehen eines Arbeitsverhältnisses und das damit einhergehende Gehalt Einfluss auf den individuellen Score nehmen. Zwar wirken sich diese Faktoren etwas geringer aus als die im Vorfeld genannten – unterschätzt werden sollten sie allerdings nicht.

Zu guter Letzt wirkt sich auch die individuelle Wohnsituation einer Person auf die Bonität aus. Zur Ermittlung des Soores wird zum Beispiel überprüft ob die betreffende Person zur Miete lebt oder ein Eigenheim besitzt. Auch die Daten des Gebäudes werden hierbei häufig zu Rate gezogen. Bei Wohneigentum wird zum Beispiel der individuelle Wert ermittelt und natürlich ist es auch von Interesse, ob das Eigentum bereits abbezahlt ist oder ob hierfür noch eine Kreditschuld besteht.

Insgesamt wirken sich also vielfältige Faktoren auf die Bonität aus. Solltet ihr der Meinung sein, dass eure Bonität ungerechtfertigt niedrig eingestuft wird, solltet ihr genauere Informationen darüber einholen, wie euer Score gebildet wurde um dann eventuelle Maßnahmen einleiten zu können.